Gedruckt zu Ursel

Willkommen auf Ursellis.de!

Bild eines Druckers Es war ein Zufall, dass ich 1962 im Altbestand einer kleinen Bibliothek Drucke aus Oberursel, meiner Heimatstadt, fand. Diese Druckerei bestand zur Zeit der Konfessionalisierung zwischen Augsburger Religionsfrieden (1555) und den Anfängen des 30jährigen Krieges (1623). Meine Neugier, mehr über diese lokal bedeutsame Werkstatt zu erfahren, war geweckt. Bis heute habe ich neben meiner beruflichen Tätigkeit in Bibliotheken nachgeforscht, Bestandskataloge durchsucht und Fachliteratur studiert. Die Entwicklung der Digitalisierung hat die Verfügbarkeit von Informationen und Originalen rasant beschleunigt.

1964 und 1990 habe ich meine Arbeitsergebnisse veröffentlicht. Beide Male gaben Stadtjubiläen den Anlass für eine Publikation und die erforderliche Finanzierung. Heute bietet allein das Internet die Möglichkeit bei fehlenden Geldmitteln, geringer Auflage und sich schnell verändernder Aktualität mein gesammeltes Material öffentlich zugänglich zu machen.
Der zentrale Teil war und ist das "Verzeichnis der Urseler Drucke", das einerseits die Verbindung zu den umfassenden Verzeichnissen der Drucke des 16. und 17. Jahrhunderts herstellt, andererseits durch die "Bemerkungen" wichtige Details zu den einzelnen Drucken bietet. Die durchgängig abgebildeten Titelseiten sind ein unverzichtbares Mittel der Identifizierung.

So lade ich ein, dass vorliegende Angebot in seinen verschiedenen Teilen zu nutzen.
Die Themenleiste hilft zum Einstieg in die drei unterschiedlichen Arbeitsperioden und ihren besonderen Kennzeichen.
Das Zusammenspiel zwischen Buchdruck und Buchmesse in Frankfurt und der kleinen Druckerei in gut erreichbarer Nähe mit konfessionell unterschiedener Herrschaft ist ein besonderes Forschungsfeld mit überraschenden Ergebnissen.

Die Beschränkung auf eine Druckwerkstatt hilft, die Datenflut zu konzentrieren, sich ergebende Fragestellung zu präzisieren und die Antworten zu konkretisieren.

Die „Baustelle“ ist eingerichtet. Die Arbeiten sind im Gange. Schauen Sie bitte wieder herein.

Oberursel, im Oktober 2016
Manfred Kopp

© 2016 - Manfred Kopp